• ginaklingler

Alles in einem Topf – aber was passt wirklich zusammen?

Juhui! Endlich ein eigenes Hochbeet - aber welches Gemüse passt zusammen?

Es kann von Vorteil sein, sich im Vorfeld schlau zu machen, welche Gemüsesorten gut in einem Hochbeet harmonieren und welche eher nicht. Ich bin jemand, die gerne experimentiert und somit meine eigenen Erfahrungen sammle. Ist eine Möglichkeit, kann aber auch anders gemacht werden.

Dieses Jahr habe ich Cherrytomaten und Rüebli zusammengepflanzt. Die beiden Gemüsearten gehen zwar gut miteinander aus, in meinem Fall blieben die Rüebli jedoch winzig klein. Ein möglicher Grund dafür könnte eine zu enge Aussaat gewesen sein, sodass die Rüebli nicht genügend Platz gefunden haben, um zu wachsen. Umso prachtvoller wurden hingegen die Tomaten. Der Strauch bzw. das Sträuchlein trug beim Kauf noch keine einzige Frucht. Innerhalb weniger Wochen schoss er in die Höhe und war von Cherrytomaten regelrecht übersät. Die Haupttriebe musste ich hochbinden, damit sie nicht abknicken. Ein ganz schönes Gewicht, das die Triebe tragen mussten. Mit einer Schnur habe ich die Äste an Bambusstäben befestigt. Nach einiger Zeit, als der Strauch nicht mehr zu wachsen aufhörte, schnitt ich den Trieb oberhalb des Fruchtzweiges ab. So blieb genügend Energie für die vorhandenen Tomaten, um kräftig und aromatisch zu werden. Achtung bei den Seitentrieben, diese können unnötige Energie rauben.

Um euch das Zusammensammeln der Informationen etwas zu vereinfachen, schreibe ich in diesem Blog über die Mischkultur, die geeignete Bepflanzung (was wohin innerhalb des Hochbeetes) sowie die optimale Befüllung.

Mischkultur

Geht prima zusammen:

  • Tomaten mit Bohnen, Kohlrabi und Kopfsalat

  • Peperoni mit Endivien

  • Radieschen mit Zwiebeln, Karotten, Salat, Spinat, Tomaten und Zucchini

Das eher nicht:

  • Tomaten mit Erbsen und Gurken

  • Peperoni mit Tomaten

  • Radiesli mit Gurken

Eine tolle und hilfreiche Übersicht über alle Mischkulturen findet ihr hier.

Bepflanzung

Nicht nur das Was, sondern auch das Wo spielt im Hochbeet eine Rolle.

Tipps hierzu:

Gut geeignet für das Bepflanzen des Randes sind die sogenannten Rankpflanzen (z.B. Erbsen, Kürbisse) – damit sie nach aussen wachsen können. Kohl und Gemüse mit einer längeren Wachstumszeit nach innen setzen. Schnellwachsende Sorten wie Salat, Pflücksalat, Radiesli oder Gemüsesorten, die ständig geerntet werden können, nach aussen – auch wenn man in der Regel im Hochbeet dank der begrenzten Fläche alle Pflanzen gut erreichen kann. Ansonsten gilt wie im Blumenbeet: hohe Pflanzen in die Mitte oder nach hinten, kleine Pflanzen nach vorne. So nehmen die Grossen den Kleinen keine Sonne weg.

Befüllung

Zu einer reichhaltigen Ernte gehört auch das richtige Befüllen des Hochbeetes. Wer es sehr gut machen will, befüllt sein Hochbeet mit Schichten aus verschiedenen Materialien. Und zwar:

Die unterste Schicht wird mit grobem Material befüllt, wie z.B. Äste/Zweige, Schnittgut, Steine. Diese Schicht ist wichtig für das Ablaufen des Wassers, sodass keine Staunässe entsteht.

Darauf wird feineres Grüngut gestreut, wie Laub, Grasschnitt, Holzschnitzel.

Die nächste Schicht besteht aus grob zersetztem Kompost. Je nach Material, welches zur Verfügung steht, könnt ihr auch Streu, Stroh oder Ähnliches in dünnen Schichten aufeinander streuen.

Auf den groben Kompost folgt nun reiferer Kompost (feiner Kompost).

Das Hochbeet zum Schluss mit Gartenerde auffüllen. Nicht knausrig sein, denn diese Erdschicht ist wichtig, damit die Pflanzenwurzeln genügend Platz und Nährstoffe zur Verfügung haben.

Ich persönlich habe ein fertiges Gemisch gekauft, die sogenannte Hochbeeterde, mit welcher ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Mein Hochbeet ist so gebaut, dass das Wasser gut abfliessen kann, auch wenn keine Drainageschicht besteht. Nächstes Jahr möchte ich mich aber an das Beschichtungskonzept halten, um zu sehen, wie das Endergebnis ausfällt.

Bin schon mega darauf gespannt!


#hochbeet #companionplanting #mischkultur

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