• Brigitte Maurer

Feuerbohnen im Topf ziehen

Neugierige Nachbarn? Die Feuerbohne sorgt für mehr Privatsphäre. In nur einer Gartensaison klettert sie bei optimalen Bedingungen mehrere Meter hoch und wird mit ihren scharlachroten Blüten zum dekorativen Sichtschutz und zum majestästischen Blickfang.


In unseren Nachbarländern kennt man die Feuerbohne auch unter dem Namen Woll-, Prunk- oder Käferbohne. So oder so: In der Küche lassen sich die Feuerbohnen wie „normale“ Bohnen verwenden und zubereiten.

Achtung: Alle Bohnenarten müssen vor dem Essen immer mind. 15 Minuten gekocht werden, weil sie roh giftig sind. Das gilt also auch für die jungen grünen Feuerbohnen wie für die ausgereiften Bohnensamen. Die Blüten bilden hier eine Ausnahme. Sie können auch roh verzehrt werden und schmecken ähnlich wie Kefen.

Die Bohnensamen lassen sich gut trocknen. Dafür legst du sie einfach auf einen Teller und wartest solange, bis sie sich nicht mehr feucht und weich anfühlen, sondern hart und trocken. So sind sie für mind. ein Jahr an einem dunklen und trockenen Ort haltbar, zum Beispiel in einem Stoffsäckchen. Bevor sie ein Menü mit ihrem nussigen Geschmack abrunden, müssen sie mind. 12 Stunden im Wasser eingeweicht werden.

Anleitung

Die Entscheidung Solo oder social? Entscheide zuerst, wie du die Feuerbohne setzen willst: allein oder zusammen mit wohlgesinnten Nachbarn? Feuerbohnen verstehen sich mit vielen Gemüse- und Kräutersorten: etwa mit essbaren Blüten oder Dill (beide im Jahr-2-Abo), aber auch mit Erdbeeren, Bohnenkraut, Radieschen, Salat, Spinat ... Sie sind sogar dankbar, wenn sie eine bedeckte Fusspartie haben. Und du sparst dir das Mulchen, weil die Erde dank der Nachbarn weniger austrocknet.

Die Rankhilfe

Wichtig ist, dass die Feuerbohne einen sonnigen bis halbschattigen Platz kriegt. Sie braucht unbedingt eine balkonhohe Rankhilfe: einen dünnen, verzweigten Ast, ein/zwei Stangen, ein Gitter, straff gespannte Schnüre oder Ähnliches.


Das Samenkorn

Frische Gemüse- oder Universalerde reicht für die Feuerbohne aus, da sie eine sog. Mittelzehrerin ist.

Sobald sich Väterchen Frost verabschiedet hat, kannst du die Samenkörner mit dem Finger ca. 2–3 cm tief in die Erde rund um die Rankhilfe stecken und mit Erde bedecken. Wie viele du stecken kannst, hängt von der Topf- oder Pflanzsackgrösse und den Nachbarn ab. Ein Gefäss von 45 cm Durchmesser kann 6 Feuerbohnen beherbergen, oder 3–4 Bohnen und eine*n Nachbar*in, oder 2 Bohnen und 2 Nachbar*innen ... Die Samen einmal gut angiessen und die Erde bis zum Keimen leicht feucht halten. Nach ca. 1–2 Wochen zeigen sich die zarten Bohnenspitzen.


Keimtipp: Wenn du die Bohnensamen vor dem Stecken über Nacht in einem Glas Wasser aufquellen lässt, keimen sie in der Erde schneller.


Die Pflege Ist der Sommer heiss und trocken, täglich genügend zu trinken geben. Im Juli kriegt sie 1x etwas Kleedünger.

Die Ernte

Grün oder rot? Bei der Ernte hast du die Wahl: Entweder du erntest die ganzen Grünbohnen (nach ca. 8 Wochen sind die ersten so weit) oder du wartest, bis die violetten, schwarz gesprenkelten Bohnensamen reif sind. Die Hülsen sind dann vertrocknet und die Samen darin ertastbar.


Hier geht's zum Bio-Saatgut der Feuerbohne!

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