top of page
Urbanroots, Urban roots, Urban Gardening

Andenbeere: Dein Balkon wird zum essbaren Garten

  • Autorenbild: Brigitte Maurer
    Brigitte Maurer
  • 10. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 19 Minuten

Die Vorteile der Andenbeere


Wenn die Samen der Andenbeere, auch bekannt als Physalis, schon im Januar oder Februar in die Erde kommen, kannst du bereits im Frühsommer leckere Früchte ernten. Die Andenbeere sieht mit ihren Lampions dekorativ aus und ist eine echte Perle. Sie lässt sich nicht nur äußerst vielseitig verwenden, sondern liefert auch viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine wie A, C, E und diverse B-Vitamine. Außerdem ist sie reich an Eisen. Die Frucht entgiftet, baut Stress ab und sorgt sogar für einen guten Schlaf. Und das alles zum Kalorien-Tiefsttarif. Superfood vom Feinsten!


Andenbeere

Genießen kannst du die leuchtenden Beeren pur als Power-Snack, frisch im Obstsalat, Müsli oder Smoothie, verarbeitet als Konfitüre, Glacé oder in Saucen. Viele kennen sie als Dessert- und Menüdeko. Manche trocknen sie und essen sie im Winter, um das Immunsystem zu stärken.


Selbstverständlich kommt die Beere aus den Anden. Erste Seefahrer brachten sie einst ans afrikanische Kap. Deshalb heißt sie auch Kapstachelbeere. Heute wird sie auf allen Kontinenten geschätzt und je nach Region auch als Andenkirsche, Ananaskirsche, peruanische Kirsche oder Inka-Beere bezeichnet.


Gut zu wissen: Die Andenbeere gleicht der einheimischen Zierphysalis (Lampionblume), die leicht giftig sein soll. Unterscheiden kannst du die essbare und ihren Dekozwilling an der Farbe der Lampions, in denen die Beeren geschützt heranwachsen. Bei der essbaren Physalis sind diese bei Reife beige, bei der Zierphysalis intensiv hellrot.


Die Samen der essbaren Variante kannst du bei uns im Onlineshop bestellen.


Anleitung: Vom Samen bis zur Frucht


Schritt 1: Anzucht vorbereiten


Fülle 4-8 Anzuchtstöpfchen mit Erde. Auf einem Balkon haben meist nicht mehr als drei Physalispflanzen Platz. Daher empfehle ich, nicht mehr als 8 anzusäen und dann die besten Exemplare auszuwählen. Stelle die Töpfchen auf einen Unterteller.


Anzuchtstöpfchen
CHF 7.00CHF 5.50
Jetzt kaufen

Schritt 2: Samen einpflanzen


Mit einem Bleistift machst du ein kleines, ca. 5 mm tiefes Loch in der Mitte der Töpfchen. Lege je einen Samen hinein und bedecke ihn mit wenig Erde.


Andenbeere (Physalis)
Jetzt kaufen

Schritt 3: Keimung fördern


Den Teller platzierst du am wärmsten Ort in deiner Wohnung. Am besten auf einem Fenstersims über einem Heizkörper. Die Samen keimen ab 20 Grad, optimal bei 25 bis 28. Licht brauchen sie natürlich auch. Und Wasser: Deshalb immer schön feucht halten, aber nicht ertränken.


Schritt 4: Umtopfen


Sobald der Setzling 4 bis 5 Blätter entwickelt hat – das dauert im Minimum 3 Wochen –, darf er in einen größeren Topf mit mindestens 10 cm Durchmesser umziehen. Anzuchtstöpfchen kurz wässern, damit die Wurzeln später besser durchwachsen können. Dann so in den neuen Topf stellen und mit Erde auffüllen, dass die Erde bis unter das zweite Blattpaar reicht.


Tipp: Falls dein grüner Daumen alle Samen zum Keimen gebracht hat, behalte eine als Backup und verschenke die überzähligen Minipflanzen.


Schritt 5: Gewöhnung an die Aussenbedingungen


Ab April (erst ab 10 Grad!) stellst du die Jungpflanze tagsüber in den Halbschatten auf den Balkon und nimmst sie nachts rein. So kann sie sich an die UV-Strahlung gewöhnen und bekommt keinen Sonnenbrand.


Saatbox für Kinder
FromCHF 35.00CHF 30.00
Jetzt kaufen

Schritt 6: Einpflanzen im Freien


Ist die frostfreie Zeit gekommen, ca. Anfang/Mitte Mai, wird die Andenbeere draußen eingetopft (Topfdurchmesser mindestens 30 cm). Mische etwas Kompost unter die Erde, optional auch etwas Sand. Sie mag durchlässige Erde.


Tipp: Zuunterst ein wenig Kies einfüllen, so vermeidest du Staunässe.


Wichtig: Falls du große Töpfe hast, bitte nicht mit Cocktailgurke, Chili, Tomate oder Aubergine in denselben Topf. Mit Salat oder Bohnen versteht sich die Andenbeere aber gut.


Andenbeere im Topf

Schritt 7: Pflege und Unterstützung


Die Andenbeere liebt es sonnig und windgeschützt. Sie bekommt also einen der wärmsten Plätze auf deinem Balkon. Nun noch eine Rankhilfe einstecken – zum Beispiel dünnere Äste, die du oben mit einer Schnur zusammenbindest – und die Erde mit Mulch (Stroh, Chinaschilf o. Ä.) abdecken.


Schritt 8: Regelmäßige Pflege


Regelmäßig gießen; die Pflanze verzeiht dir aber auch, wenn du es einmal vergisst. Sobald die ersten grünen Lampions sichtbar sind, kannst du sie einmal pro Monat mit Bio-Dünger verwöhnen.


Schritt 9: Erntezeit


Ab ca. Mitte Juli sehen die ersten Lampions wie vertrocknetes Pergament aus und die reifen gelb-orangen Beeren schimmern durch. Erntezeit!


Erntezeit

Überwintern der Andenbeere


Die Andenbeere ist mehrjährig. Es lohnt sich, sie zu überwintern, denn sie schenkt dir ab dem zweiten Jahr noch mehr Früchte. Jedoch funktioniert das nur, wenn sie im Winter nie einfriert und genügend Licht und Wasser bekommt.


So geht's:


Wenn im Herbst Balkonfrost angesagt ist, stellst du sie indoor an einen kühleren und hellen Ort (10 bis 15 Grad). Optimal ist ein Treppenhaus. Aber es klappt auch in der wärmeren Wohnung. Jetzt weniger gießen und nicht düngen. Die letzten Früchte reifen noch nach. Ist die Pflanze zu groß: um 2/3 zurückschneiden. Ab April wie gehabt wieder draußen abhärten.


Überwinterung

bottom of page