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  • Brigitte Maurer

Andenbeere (Physalis) auf dem Balkon

Die Andenbeere, auch als Physalis bekannt, sieht mit ihren Lampions dekorativ aus und ist eine echte Perle. Sie lässt sich nicht nur äusserst vielseitig verwenden, sie liefert auch viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine wie A, C, E und diverse B-Vitamine. Und sie ist reich an Eisen. Die Frucht entgiftet, baut Stress ab und sorgt sogar für einen guten Schlaf. Dies alles zum Kalorien-Tiefsttarif. Superfood vom Feinsten!


Geniessen kannst du die leuchtenden Beeren pur als Power-Snack, frisch im Obstsalat, Müesli oder Smoothie, verarbeitet als Konfitüre, Glacé oder in Saucen. Viele kennen sie als Dessert- und Menüdeko. Manche trocknen sie und essen sie im Winter, um das Immunsystem zu stärken.

Selbstredend, dass die Beere aus den Anden kommt. Erste Seefahrer brachten sie einst ans afrikanische Südkap. Deshalb heisst sie auch Kapstachelbeere. Heute wird sie auf allen Kontinenten geschätzt und je nach Region auch als Andenkirsche, Ananaskirsche, peruanische Kirsche oder Inka-Beere bezeichnet.

Gut zu wissen: Die Andenbeere gleicht der einheimischen Zierphysalis (Lampionblume), die leicht giftig sein soll. Unterscheiden kannst du die Essbare und ihren Dekozwilling an der Farbe der Lampions, in denen die Beeren geschützt heranwachsen. Bei der essbaren Physalis sind diese bei Reife beige, bei der Zierphysalis intensiv hellrot.


Die Samen der essbaren Variante kannst du bei uns im Onlineshop bestellen.





Anleitung: Vom Samen bis zur Frucht


1. Fülle 4-8 Anzuchttöpfchen mit Erde. Auf einem Balkon haben nicht mehr als drei Physalispflanzen platz, daher empfehlen wir, nicht mehr als 8 anzusäen und dann die besten Exemplare auszuwählen. Stelle die Töpfchen auf einen Unterteller.


2. Mit einem Bleistift machst du ein kleines, ca. 5 mm tiefes Loch in der Mitte der Töpfchen, legst je einen Samen hinein und bedeckst ihn mit wenig Erde.


3. Den Teller platzierst du am wärmsten Ort in deiner Wohnung. Am besten auf einem Fenstersims über einem Heizkörper. Die Samen keimen ab 20 Grad, optimal bei 25 bis 28. Licht brauchen sie natürlich auch. Und Wasser: Deshalb immer schön feucht halten, aber nicht ertränken.


4. Sobald der Setzling 4 bis 5 Blätter entwickelt hat – das dauert im Minimum 3 Wochen –, darf er in einen grösseren Topf mit mind. 10 cm Durchmesser umziehen. Anzuchttöpfchen kurz wässern, damit die Wurzeln später besser durchwachsen können. Dann so in den neuen Topf stellen und mit Erde auffüllen, dass die Erde bis unter das zweite Blattpaar reicht. Tipp: Falls dein grüner Daumen alle Samen zum Keimen gebracht hat, behalte eine als Backup und verschenke die überzähligen Minipflanzen.


5. Ab April (erst ab 10 Grad!) stellst du die Jungpflanze tagsüber in den Halbschatten auf den Balkon und nimmst sie nachts rein. So kann sie sich an die UV-Strahlung gewöhnen und kriegt keinen Sonnenbrand.


6. Ist die frostfreie Zeit gekommen, ca. Anfang/Mitte Mai, wird die Andenbeere draussen eingetopft (Topfdurchmesser mind. 30 cm). Etwas Kompost unter die Erde mischen, optional auch etwas Sand. Sie mag durchlässige Erde.

Tipp: Zuunterst ein wenig Kies einfüllen, so vermeidest du Staunässe.

Wichtig: Falls du grosse Töpfe hast, bitte nicht mit Cocktailgurke, Chili, Tomate oder Aubergine in denselben Topf. Mit Salat oder Bohnen versteht sich die Andenbeere aber gut.


7. Die Andenbeere liebt es sonnig und windgeschützt. Sie kriegt also einen der wärmsten Plätze auf deinem Balkon. Nun noch eine Rankhilfe einstecken – zum Beispiel dünnere Äste, die du oben mit einer Schnur zusammenbindest – und die Erde mit Mulch (Stroh, Chinaschilf o. Ä.) abdecken.


8. Regelmässig giessen; die Pflanze verzeiht dir aber auch, wenn du es einmal vergisst. Sobald die ersten grünen Lampions sichtbar sind, kannst du sie ein Mal pro Monat mit Bio-Dünger verwöhnen.


9. Ab ca. Mitte Juli sehen die ersten Lampions wie vertrocknetes Pergament aus und die reifen gelb-orangen Beeren schimmern durch. Erntezeit!


Überwintern

Die Andenbeere ist mehrjährig. Es lohnt sich, sie zu überwintern, denn sie schenkt dir ab dem zweiten Jahr noch mehr Früchte. Jedoch funktioniert das nur, wenn sie im Winter nie einfriert und genügend Licht und Wasser bekommt.


So gehts: Wenn im Herbst Balkonfrost angesagt ist, stellst du sie indoor an einen kühleren und hellen Ort (10 bis 15 Grad). Optimal ist ein Treppenhaus. Aber es klappt auch in der wärmeren Wohnung. Jetzt weniger giessen und nicht düngen. Die letzten Früchte reifen noch nach. Ist die Pflanze zu gross: um 2/3 zurückschneiden. Ab April wie gehabt wieder draussen abhärten.



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