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Alfalfa: Winterzeit ist Sprossenzeit!

Alfalfa, die beliebte Sprossenart, welche auch Luzerne genannt wird, gehört zur Familie der Hülsenfrüchte. Man kann ihre Sprossen roh zu den unterschiedlichsten Gerichten wie Pasta, Currys oder Sandwichs verwenden. Der arabische Name bedeutet übersetzt: „Vater aller Nahrung“. Dies überrascht nicht, wenn man sich das Potential der Pflanze anschaut...


Zum einen ist die Pflanze extrem einfach selbst zu ziehen. Mit ein paar weni- gen Schritten hat man, innerhalb weniger Tage, bereits eine beliebige Anzahl an Sprossen, die zum Verzehr bereit sind. Dieser einfache Umgang macht es möglich, Alfalfa auch im Winter zu ziehen. Zum anderen stecken die Sprossen voller Vitamine, einer Menge an Mineralien und allen acht essenziellen Aminosäuren. Zudem enthalten sie pflanzliche Hormone, welche auf natürliche Weise bei Wechseljahrbeschwerden helfen können.


Das Mehl aus den Samen verwendeten bereits die amerikanischen Ureinwohner, für die Zubereitung von Brei, Brot oder zur Behandlung als Blutgerinnungsmittel. Ähnlichen Nutzen haben auch amerikanische Untersuchungen aufgezeigt. Diese haben festgestellt, dass Alfalfa sich zur Schmerzlinderung bei rheuma- tischen Erkrankungen anbietet. Die Pflanze regt den Stoffwechsel an und die blutgerinnende Wirkung wird bei der Hämorrhoiden-Behandlung eingesetzt.


Wie du Alfalfa selber anziehst:


Alfalfa werden als Sprossen konsumiert. Die Samen werden daher in der Küche ohne Erde in einer Schale oder einem Glas an einen hellen, aber kühlen Ort gestellt. Es gibt spezielle Anzuchtgefässe dafür, aber du kannst auch ein grosses Glas oder eine Schale verwenden. Ein feuchtes Tuch über der Öffnung deines Gefässes verhindert das Austrocknen der Saat und schützt sie von Schmutz. Zudem dient es als Sieb, wenn du die Sprossen bewässerst. Befestige das Tuch mit einem Gummiband.


  1. Zu Beginn werden die Samen 4–6 Stunden in Wasser eingeweicht und anschliessend abgespült. Wenn du zum ersten Mal Sprossen ziehst, empfehlen wir dir, mit einem EL Saatgut anzufangen.

  2. Schon nach dem ersten Tag wirst du kleine Spitzchen erkennen, welche aus den Samen keimen. Nun ist es wichtig, dass die Sprossen am besten 2–3 Mal täglich bewässert werden. Dies geht am einfachsten, indem du dein Glas mit Wasser füllst und nach einigen Minuten durch das Tuch wieder vollständig ausleerst.

  3. Die Sprossen sollten zwar regelmässig bewässert werden, dürfen aber nicht im Wasser stehen, sonst modern sie schnell vor sich hin. Lege dein Sprossenglas daher am besten waagrecht hin, damit das Wasser auslaufen und die Luft besser zirkulieren kann.

  4. Bei einer Temperatur von 18–22°C können die Sprossen nach 7–8 Tagen geerntet werden. Warte den siebten Tag unbedingt ab! Der Samen der Alfalfa besitzt einen natürlichen Frassschutz, der bis zum Keimling anhält: den Giftstoff Canavanin. Mit dem Wachstum des Keimlings baut sich das Canavanin ab. Dieser Vorgang benötigt 7 Tage, danach ist das Canavanin nahezu abgebaut und die Sprossen umso verdaulicher.

5. Wasche die Sprossen noch ein letztes Mal, bevor du sie konsumierst. Die abgefallenen Samenhülsen kannst du ebenfalls essen. Alfalfa-Sprossen können in der Küche vielfältig eingesetzt werden. Ihr mild-herber und nussiger Geschmack passt besonders gut zu Käse.


Tipp: Im Frühling können die Samen als Insektenweide auch draussen angesät werden und dienen dabei gleich auch noch als Gründünger für den Boden.




Wusstest du, dass Alfalfa auch als Tierfutter verwendet wird?


Die gesunden Eigenschaften von Alfalfa gelten nicht nur für uns Menschen, sondern auch für Tiere. Alfalfa ist eine der ältesten zur Tierfütterung genutzten Kulturpflanzen. Nach Überlieferungen wurde sie um etwa 470 v. Chr. von Persien nach Griechenland gebracht. Von dort kam sie etwa um 150–50 v. Chr. nach Italien, wo sie als Futter für Schafe genutzt wurde.

In einem Jahr kann die Pflanze bis zu fünfmal geschnitten werden. Alfalfa kann vom 60 Breitengrad bis hin zum Äquator angebaut werden. Durch das grosse Ertragspotential und die gesunden Eigenschaften ist Alfalfa welt- weit die wichtigste Grün- und Trocken- futterpflanze. Sie wird vor allem an Milchkühe, aber auch an Rinder, Schafe und Pferde verfüttert.

Die stickstoffbindende Fähigkeit von Alfalfa verbessert zudem die Leistungsfähigkeit landwirtschaftlicher Böden, weshalb sie nicht nur als Futterpflanze, sondern auch als Gründünger auf den Feldern eingesetzt wird.


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