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Saatgut ernten

Aktualisiert: Mai 17



Wieso wir biologisches Saatgut verwenden und vertreiben:


Der frühe Herbst ist der perfekte Zeitpunkt, um Saatgut von deinen Balkonpflanzen zu sammeln und für den nächsten Frühling aufzubewahren. Hier zeigt sich der wahre Wert von samenfestem Saatgut. Die meisten Gemüse im Handel sind sogenannte Hybridsorten (auf Saattüten mit F1 gekennzeichnet). Diese sind zwar auf eine ergiebige Ernte hin gezüchtet, jedoch sind deren Samen für die nächste Aussaat unbrauchbar. So stellen Grosskonzerne sicher, dass Bauern Jahr für Jahr neues Saatgut bei ihnen bestellen müssen. Das ist eine gefährliche Entwicklung, welche wir nicht unterstützen; deshalb setzen wir auf biologisches, regionales und eben samenfestes Saatgut. Nur samenfeste Sorten geben alle typischen Eigenschaften unverändert an die Nachkommenschaft weiter. Die Samen aus den Früchten und Blüten unseres Saatguts können also nächsten Frühling problemlos zur Anzucht neuer Jungpflanzen verwendet werden.


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Während mehrjährige Stauden über viele Jahre an einem Platz wachsen, müssen ein- und zweijährige Pflanzen immer wieder aufs Neue ausgesät werden. Du kannst die Samen an einem warmen und trockenen Tag sammeln und zum Trocknen auf Haushaltspapier auslegen. Es ist wichtig, dass den Samen die Feuchtigkeit komplett entzogen wird, damit sie nicht zu faulen beginnen. Sobald sie also ganz trocken sind, kannst du eventuelle Rückstände von den Samen entfernen, indem du sie zwischen den Fingern reibst oder in einem Teller schwenkst. Die schweren Samen sinken dann zu Boden. Anschliessend kannst du die Samen in deine selbst gemachte Saattüte stecken, anschreiben und datieren. Luftig, kühl, trocken und dunkel gelagert halten sie am längsten (je nach Sorte sind sie so 2 bis 6 Jahre keimfähig).


So erntest du dein Saatgut:


1. Durch die Selektion des Saatgutes kannst du die Qualität deiner nächsten Ernte beeinflussen. Wähle für die Vermehrung also die beste oder grösste Frucht aus. Oder die, die als erste reif ist.


2. Bei Blüten kannst du die ganzen Blütenstände trocknen lassen, bei Gemüse wie Chilis sind die Samen einfach abzulösen.


3. Zum Trocknen auf ein Haushaltspapier auslegen. Blüten können auch kopfüber aufgehängt werden.

4. Mit den Händen allfällige Rückstände oder Hülsen entfernen. Um die Samen möglichst rein zu kriegen, kann man sie in einer Schüssel schwenken und so die schweren von den leichten Teilen trennen.


Tomatensamen ernten:

Tomaten, Physalis, Gurken und andere schleimige Sorten sind etwas anspruchsvoller. Tomaten halbieren, in ein Glas geben und mit den Fingern zerdrücken, sodass sich die Samen etwas lösen. Dem Glas etwas Wasser beigeben und für 1–2 Tage stehen lassen. Ein Gährungsprozess setzt ein und die Samen lösen sich aus ihrem schleimigen Mantel. Sobald die Samen an den Grund sinken das ganze absieben und die Samen auf einem Haushaltspapier schön nebeneinander zum Trocknen auslegen. Zum besseren Trocknen lege ich das Papier auf eine Schale, damit Wasser abtropfen kann. Hier ist das Timing wichtig! Die schleimige Schicht dient der Tomate als Keimschutz. Wenn du zu lange mit dem Absieben wartest, können die Samen bereits im Glas zu keimen beginnen und sind somit für die Lagerung unbrauchbar.


5. Sobald die Samen ganz trocken sind, können sie in die Saattüte gepackt, angeschrieben und datiert werden. Trocken, dunkel und kühl gelagert halten sie am längsten.


Gut zu wissen: Auch viele biologisch angebaute Gemüse sind nicht mit biologischem Saatgut gezüchtet worden und können daher nur mit mässigem Erfolg für die Aufzucht neuer Früchte und Gemüse verwendet werden!


Auf unserem Instagramprofil findest du eine einfache Video-Anleitung in den Highlights.


Willst du mehr über unser Saatgut erfahren? Hier findest du einen Bericht vom Besuch bei unserem Saatgut-Produzenten.

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