• Kim Wüst

Rezept für Kürbisravioli

Sobald ich nur schon das Wort Kürbis höre, muss ich an Suppe denken. Wem es so geht wie mir, dem eine Kürbissuppe pro Saison reicht, dem sind die Kürbisravioli eine leckere Abwechslung. Zugegeben, es nimmt viel Zeit in Anspruch, aber das Resultat kann man servieren.


Wer im Fortsetzungsjahr mit Urbanroots gärtnert, hat auf seinem Balkon hoffentlich erfolgreich den Kürbis “Jack be little“ grossgezogen. Alle anderen können das Bio-Saatgut dafür bei uns im Onlineshop bestellen. Er hat einen sehr feinen, nussigen Geschmack und eignet sich hervorragend für die Füllung der Ravioli. Natürlich kann auch ein anderer Kürbis verwendet werden, z.B. ein Butternut. Das Rezept ist vegetarisch, kann aber auch vegan umgesetzt werden, einfach die Butter und den Quark mit veganen Alternativen austauschen.

Zutaten Ravioliteig:

- 400 g Weizenmehl Tipo 00

- 100 g Hartweizengriess

- 0.5 TL Salz

- 2 TL Olivenöl

- 200 ml lauwarmes Wasser


Zutaten Füllung:

- 1 Zwiebel

- 1 EL Butter

- 2 EL Olivenöl

- 300 g Kürbis

- 100 ml Gemüsebrühe

- 50 ml Weisswein

- 2 TL Salz

- 125 g Quark

- 4 Salbeiblätter


Zum Anbraten:

- Butter

- Salbeiblätter

Zuerst die Zwiebeln fein schneiden und im Öl und der Butter anschwitzen. Den in Würfeln geschnittenen Kürbis beigeben, kurz anbraten und mit der Brühe und dem Wein ablöschen. Salbeiblätter, Salz und weitere Gewürze, wie beispielsweise Muskat und Paprika, dazu geben. 15 Minuten weich garen. Anschliessend kann das Gemisch grob püriert werden. Abkühlen lassen und den Quark dazugeben.


Während die Füllung abkühlt, kann der Teig vorbereitet werden. Dazu die Mehle und das Salz vermischen. In der Mitte eine Grube bilden und das Öl und Wasser hinein giessen. Aus der Mitte heraus den Teig anrühren und 10 Minuten lang kneten bis er glatt wird. Den Teig für eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Ich hatte eine Nudelmaschine zuhause mit der ich vier Bahnen Teig auswallen konnte. Diese Maschine hatte auch einen Ravioli Aufsatz den ich zum ersten Mal ausprobierte. Dazu werden zwei Pastabahnen eingespiesen und dazwischen lässt man die Füllung rein. Mein Fazit: Von Hand klappt besser! Mir hat es die Hälfte der Ravioli zerrissen, was eine riesen Sauerei zur Folge hatte. Also lohnt es sich, aus den Pastabahnen Quadrate auszuschneiden, die Füllung in der Mitte zu platzieren und das Quadrat diagonal zu falten. Das gibt einerseits grössere Ravioli und sie gehen nicht so schnell kaputt. Wer zu viel Ravioli herstellt, kann einen Teil einfrieren und den übrigen Teil im Wasser kochen. Wenn die Ravioli oben aufschwimmen kann man sie abschöpfen und anschliessend in der Bratpfanne in Butter und mit Salbeiblätter anbraten. Der Salbei wird durch das Anbraten schön knusprig.


Wer keine Pastamaschine zur Hand hat, kann den Teig auch mit einem Nudelholz so dünn wie möglich auswallen.

Das war schon die ganze Hexerei. Wer mag, kann die Ravioli noch mit Parmesan servieren und als Beilage empfiehlt sich ein Saisonsalat.

Wusstest du, dass Kürbisse bis zu 90% aus Wasser bestehen? Kürbisse besitzen ausserdem sehr viel Vitamin A und manche auch wertvolle Mineralien. Es gibt eine Unmenge an verschiedenen Kürbissen, von essbaren bis hin zu Zierkürbisse. Solltest du mal einen bitteren Kürbis kosten, lässt du am Besten die Finger davon. Denn dann ist er giftig. Deshalb sollte man auch immer Kürbis-Saatgut kaufen und nicht selber züchten (als Laie versteht sich), denn es können unbewusst giftige Kreuzungen entstehen. Der schwerste Kürbis wurde übrigens in diesem Jahr mit einem Gewicht von 1226,2 kg in Ludwigsburg gekürt. Ob der noch schmeckt…









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